Rheingau.Taunus. Das Ganztagsangebot an den Schulen im Rheingau-Taunus wird mit dem neuen Schuljahr 2019/20 weiter ausgebaut. Wie die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth auf ihre Anfrage von Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz erfahren haben, können zehn Schulen im Kreisgebiet ihre Ganztagsangebote erweitern.
„Der Ausbau schreitet damit zügig voran. Es werden ab sofort zusätzliche Ressourcen bereitgestellt, damit die betreffenden Grundschulen und weiterführenden Schulen bedarfsgerecht und passgenau die geplanten Verbesserungen vornehmen können“, erklärten die CDU-Politiker.

Ausbausprung

Für die Äskulapschule in Schlangenbad-Bärstadt habe das Land grünes Licht für den Sprung von Profil 1 in das Profil 2 gegeben. Sie erhalte hierfür eine zusätzliche neue Stelle. „Die Äskulapschule gehört zu den 18 Schulen, die hessenweit im neuen Schuljahr diesen Profilwechsel vornehmen. Hierdurch wird das Angebot vor Ort deutlich ausgedehnt“, so Müller-Klepper und Beuth. Während im Profil 1 die Betreuung von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr an mindestens drei Wochentagen erfolgt, umfasst sie im Profil 2 an fünf Schultagen pro Woche den Zeitraum von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr.

Profilerweiterung in 9 Schulen

Landesweit können 168 Schulen ihr bestehendes ganztägiges Profil erweitern. „Hierzu gehören 9 Schulen im Rheingau-Taunus, die durch eine höhere Stellenzuweisung ihr Ganztagsangebot sowohl quantitativ als auch qualitativ weiter entwickeln können“, erläuterten die Abgeordneten. So können die folgenden Schulen ihr bestehendes Profil 1 ausbauen: die Sonnenblumenschule Erbach, die Wisperschule Lorch, die Walluftalschule Walluf, die Hildegardisschule Rüdesheim, die Johannes-de-Laspée-Schule Johannisberg, das Gymnasium Eltville, die Gesamtschule Wallrabenstein und die Aartalschule in Michelbach. Für die Ausbauschritte erhält jede der Schulen eine halbe Stelle zusätzlich – mit Ausnahme der Gesamtschule Wallrabenstein, die um 1,5 Stellen aufgestockt wird. Die Wiedbachschule in Bad Schwalbach kann ihr Profil 2 erweitern und erhält hierfür eine zusätzliche neue Stelle.

Landesweit würden in diesem Schuljahr 350 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt, die den Ausbau beschleunigten. „Wir haben die Mittel für das Ganztagsschulprogramm deutlich aufgestockt – auf nunmehr rund 3.300 Stellen. Damit ist der Stelleneinsatz für den Ganztagsausbau in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt worden. Dies kommt bei uns vor Ort spürbar an“, betonten Müller-Klepper und Beuth.

Zugleich lasse sich hieran der hohe Stellenwert erkennen, den der Ganztagsausbau für die CDU-geführten Landesregierung besitze. „Unser Ziel ist es, durch zusätzliche und vielfältige Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen. Sie schaffen Raum und Zeit für mehr individuelle Förderung. Zugleich wird den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert.“ Entscheidend sei, dass der Ausbau bedarfsgerecht erfolge und Freiwilligkeit bei der Einrichtung und Inanspruchnahme gegeben sei. Mittlerweile könnten Schülerinnen und Schüler an mehr als 70 Prozent der Schulen in Hessen Ganztagsangebote in Anspruch nehmen. Bei der Betreuungsquote gehöre Hessen über alle Schulformen hinweg mit Platz 5 zur Spitzengruppe der Länder.

« Unterstützung für Weinbaubetriebe „Starke Heimat“ wirkt im Rheingau-Taunus »