Chance für Rheingau nutzen: Aufwertung und Modernisierungsschub

Rheingau. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper sieht in der soeben vorgestellten Machbarkeitsstudie eine solide Grundlage für die Entscheidung, ob sich die Region um die Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal bewerben soll. „Alle relevanten Aspekte und Fragen sind beleuchtet. Die Studie analysiert die Potentiale, beinhaltet ein Ausstellungskonzept, bewertet die Standorte, macht einen Finanzierungsvorschlag und gibt eine eindeutige Handlungsempfehlung. Sie kommt zum positiven Ergebnis, dass die BUGA im Mittelrheintal machbar, finanzierbar und sinnvoll ist, weil sie einen Modernisierungsschub auslösen kann. Ich werbe dafür, dass auf dieser Basis ein Votum pro BUGA erfolgt und die Bewerbung auf den Weg gebracht wird, deren Aussichten auf den Zuschlag groß sind“, erklärte die CDU-Politikerin.

Die Machbarkeitsstudie bestätige eindrucksvoll die Einschätzung, dass die Schau nachhaltige Entwicklungsprozesse in Gang setzen könne und eine Aufwertung für das gesamte Welterbegebiet bedeute, so Petra Müller-Klepper. „Die BUGA ist eine große Chance für die Regionalentwicklung - mit positiver Wirkung für Wirtschaft und Tourismus, Stadtentwicklung und Baukultur, die Weiterentwicklung der Mobilität und Infrastruktur. Wenn sie genutzt wird, werden Rüdesheim und Lorch durch einen Ausstellungsschwerpunkt gestärkt. Dieser wird auf die gesamte Region ausstrahlen und die regionale Wertschöpfung erhöhen.“

Die BUGA sei insbesondere ein Impulsgeber, um den Tourismus zu stärken und zugleich das kulturelle Erbe zu bewahren. „Unsere faszinierende, einmalige Kulturlandschaft wird noch besser ins Licht gerückt und durch eine Modernisierung der Infrastruktur noch attraktiver werden. Die Profilierung des Welterbegebiets als weltweit bekannte Destination wird unterstützt“, so die CDU-Politikerin. Es werde über die Grenzen von 52 Städten und Gemeinden, 5 Landkreisen und 2 Bundesländern hinweg eine Zusammenarbeit etabliert, die hilfreich sei, um sich dauerhaft im Wettbewerb der Tourismusregionen behaupten zu können. „Dies wird die Identität stärken und den Rhein von einem trennenden zu einem verbindenden Element machen.“

Förderbaustein für Rheinromantik

Die Abgeordnete hofft und ist zuversichtlich, dass die Entscheidungsträger im Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal grünes Licht für das Projekt geben werden, nachdem zuvor die kommunalen Parlamente hierfür die Weichen gestellt haben. Sie hofft auch auf eine aktive Unterstützung durch das Land Hessen und hat sich hierfür bereits mehrfach bei Ministerpräsident Volker Bouffier eingesetzt.

„Die Landesregierung engagiert sich mit Nachdruck, um die Rheinromantik erlebbar zu machen, was in den Millioneninvestitionen rund um das Niederwalddenkmal, im Osteinschen Park, im Hilchenhaus und im Brentanohaus zum Ausdruck kommt. Die Mitwirkung beim BUGA-Projekt könnte ein weiterer Förderbaustein sein. Nachdem die Machbarkeitsstudie abgeschlossen ist und der Entwurf des Ausstellungskonzepts und des Finanzierungsplans vorliegt, ist nun auch die Basis für eine Grundsatzentscheidung der Landesregierung gegeben“.

Petra Müller-Klepper wirbt seit dem Aufkommen der Idee im Mai 2015 gemeinsam mit den Bürgermeistern von Lorch und Rüdesheim, Jürgen Helbing und Volker Mosler, sowie dem Welterbe-Dezernenten des Kreises, Karl Ottes, auf der Landesebene dafür, dass Hessen „bei der BUGA mit ins Boot kommt.“ Der hessische Teil des Welterbegebietes sei im Ausstellungskonzept gleichwertig berücksichtigt. „Die erarbeitete Konzeption ist kreativ, durchdacht und überzeugend. Die dezentrale Gliederung stellt sicher, dass das ganze Mittelrheintal bespielt wird und der Rheingau gleichwertig eingebunden ist.“

Der Entwurf des Finanzierungsplans sehe eine Beteiligung der Länder in Höhe von 54,9 Millionen Euro vor. Der Anteil des Landes Hessen werde mit 6,3 Millionen Euro veranschlagt. Das Land sei als Mitglied des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal in das bisherige Verfahren und die zu treffende Entscheidung über die Bewerbung eingebunden, die in der Verbandsversammlung Ende November beraten und dann im Januar 2018 fallen soll.

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