Bildrecht: Landesstiftung Miteinander-in-Hessen

Am 11. Juni war es dann soweit: Die Vertreter der Stadt Eltville am Rhein nahmen ihren Bürgerbus mit großer Freude entgegen. Überreicht wurde das Fahrzeug im Rahmen des Hessentages in Bad Hersfeld vom hessischen Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir im Beisein von Landtagsabgeordneter Petra Müller-Klepper. Aus Eltville kamen Hubert Rahn, Sozialdezernent der Stadt Eltville am Rhein, Bettina Behrens, Amtsleiterin für Soziales und Thomas Speth, Projektkoordinator Bürgerbus im Auftrag des Zweckverbands Rheingau .

Organisiert wurde die Übergabe und die Fördermodalitäten von der Landesstiftung Miteinander-in-Hessen. Die Landesstiftung Miteinander-in-Hessen unterstützt bürgerschaftliches Engagement und private Initiativen in Hessen. Ehrenamtliche Beteiligung ist heute wichtiger denn je und trägt dazu bei, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu festigen. Unsere Gesellschaft ist lebendig und vielfältig. Damit dies so bleibt, sind Ideen und Tatkraft gefragt. Hierzu will die Stiftung ermutigen. Die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Integration der zu uns kommenden Menschen können wir nur als Gemeinschaft „miteinander anpacken“. Daher engagiert sich die Landesstiftung in diesen Themenfeldern mit eigenen Projekten.

Finanziert wird das Fahrzeug vollständig vom Land Hessen, die Stadt Eltville am Rhein als Träger stemmt mit Unterstützung der Bürgerstiftung FamilienStadt Eltville am Rhein alle Folgekosten des Betriebs des Bürgerbusses.

Was ist der Bürgerbus? (Quelle: https://www.miteinander-in-hessen.de/buergerbus/foerderprogramm/)
Ein Projekt aus dem Förderprogramm des Landes Hessen im Rahmen der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“

„Bürger fahren Bürger“ lautet das Motto überall dort, wo bereits ein Bürgerbus betrieben wird. Ein solches Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer ein Fahrzeug auf Strecken lenken, die für eine regelmäßige Bedienung im ÖPNV wirtschaftlich nicht vertretbar sind. Bürgerbusse ergänzen die bestehenden Mobilitätsangebote, sie können und sollen den ÖPNV nicht ersetzen. Durch das bürgerschaftliche Engagement wird die Lebensqualität gesteigert und der lokale Zusammenhalt gefördert. Ein Bürgerbus verbessert in der Regel die Anbindung der Ortsteile an den Hauptort und trägt dazu bei, dass vor allem ältere Menschen ihre Grundversorgung sicherstellen und die bestehende Infrastruktur (Ärzte, Apotheken, Lebensmittelmärke etc.) weiterhin nutzen können. Der Kleinbus ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Vehikel zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes.

Vorausgegangen war die Erstellung eines umfangreichen Betriebskonzepts durch Thomas Speth, das mehrere Fahrstrecken als Zusatzangebot für den ÖPNV beinhaltet. So sind beispielsweise Linien geplant, welche die Gruppenbetreuungsangebote der HUFAD Rheingau (Häusliche Unterstützung für Alzheimer- und Demenzpatienten) bedienen. Daneben liegt ein Fokus auf der Anbindung der Ortsteile im Rheingau, um den Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv entgegenzutreten. Der Bürgerbus ist eine signifikante Erweiterung des Mobilitätsangebotes. „So stand außerfrage, dass die Stadt Eltville am Rhein die Trägerschaft des Busses übernommen hat“, betont Bürgermeister Patrick Kunkel.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die große Zahl an engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Eltville, wo das NetzwerkBüro Eltville als Zentrum für bürgerschaftliches Engagement fungiert und die Ehrenamtlichen bereits Interesse an einer Fahr- oder Verwaltungstätigkeit im Rahmen des Bürgerbus-Projekts geäußert haben.

Die Anlaufstelle und Koordination findet deshalb in NetzwerkBüro Eltville statt. Interessierte Ehrenamtliche Fahrer können sich unter 06123 / 69 73 90 oder an ehrenamt@eltville.de melden.

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