Eltville. Die Landesregierung unterstützt das „Milchcafé“, ein Projekt der sogenannten frühen Hilfen, das vom Mehrgenerationenhaus MÜZE in Eltville durchgeführt wird. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration für 2017 eine Zuwendung in Höhe von 4.835 Euro bewilligt.

„Es handelt sich um einen offenen Treff für Eltern mit Kindern bis zum Alter von drei Jahren, der einmal in der Woche im MÜZE 2 angeboten und von einer Familienhebamme und einer Sozialpädagogin betreut wird. Die Familien erhalten auf direktem Weg Information, Rat und Hilfe. Einmal im Monat findet ein Vortrag, z.B. über gesunde Ernährung statt“, erläuterte die CDU-Politikerin.

Das kostenfreie Angebot verzeichne seit Beginn steigende Teilnehmerzahlen und erreiche exakt die Zielgruppe. „Es wird in der Hauptsache von Müttern mit Babys und Kleinkindern und zunehmend auch Schwangeren genutzt, die konkrete Fragen im Zusammenhang mit der Bewältigung des Alltags haben“, so Petra Müller-KIepper. Besonders gut besucht seien die Themencafés, bei denen ein inhaltlicher Schwerpunkt gesetzt werde. Die Wahl der Themen, wie z.B. Kinderbetreuung, Zahnpflege und Erkältungskrankheiten, werde an den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher ausgerichtet.

Das Land trage mit der Bewilligung die Hälfte der Personal- und Sachkosten und habe auch bereits für das Folgejahr eine Fortführung der Förderung in Aussicht gestellt. „Das Geld ist gut angelegt. Denn es handelt sich um ein niedrigschwelliges, präventives Angebot, mit dem Eltern frühzeitig erreicht werden. So werden sie in ihrer Erziehungsverantwortung und Erziehungsfähigkeit gestärkt“, betonte die Abgeordnete. Das Selbsthilfepotential der Familien werde gefördert. Wirkungsvoll sei die Integration einer Familienhebamme in das Projekt. „Das Modell der Familienhebamme, die Lotsin in der Umbruchsituation von Schwangerschaft, Geburt und erstem Lebensjahr des Kindes ist, hat sich bewährt und ist hessenweit zu einem zentralen Baustein der frühen Hilfen geworden.“

Projekte wie das „MÜZE-Milchcafé“, die bereits während der Schwangerschaft oder unmittelbar nach der Geburt ansetzen, seien der richtige Weg, um Eltern zu unterstützen und gleichzeitig Kinder zu schützen. Das Leben der Familien sei durch den Wandel von Gesellschaft und Arbeitsleben schwieriger geworden. „Der Druck auf Familien steigt. Gesellschaftliche Ansprüche und Erwartungen an die Erziehungs- und Bildungsentwicklung sowie an die Leistungen der Kinder nehmen zu. Viele sind unsicher, viele fühlen sich überfordert. Nötig ist konkrete Hilfe durch Beratungs-, Informations-, und Bildungsangebote, wie sie im Milchcafé vorbildlich geleistet wird“, so Petra Müller-Klepper.

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