Rheingau/Rüdesheim. Der deutsch-israelische Freundeskreis Rüdesheim unterhält seit Jahren enge Kontakte mit dem israelischen Journalisten Gaby Yinon, dessen deutschstämmige Familie 1933 nach Palästina ausgewandert und der mit der deutschen Kultur eng verbunden ist. Der Nachrichtensprecher, der in seiner Heimat auch „die Stimme Israels“ genannt wird, hat darüber hinaus eine familiäre Verbindung zum Rheingau. Sein Onkel - der bekannte Professor Meier Schwarz, der die Hydrokultur erfunden hat – war Gastdozent an der Hochschule Geisenheim.

Beim jüngsten Aufenthalt von Gaby Yinon im Rheingau stand neben dem Aufsuchen seiner deutschen Wurzeln auch ein Ausflug in die hessische Landespolitik auf dem Programm. Auf Vermittlung der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper empfing der Präsident des Landesparlaments, Boris Rhein, den Gast und setzte damit ein Zeichen deutsch-israelischer Freundschaft. Nach dem Gespräch mit dem Präsidenten im Kabinettzimmer verfolgte Gaby Yinon die Plenardebatte und wurde zu deren Beginn offiziell vom gesamten Parlament begrüßt.

Boris Rhein knüpfte mit dieser Gastfreundschaft an seinen Amtsvorgänger Norbert Kartmann an. Bereits im Juni 2015 war ebenfalls auf Vermittlung von Petra Müller-Klepper und mit Unterstützung des damaligen Präsidenten im Hessischen Landtag ein Konzert der israelischen Chöre Shir Ba’har und Nostalgia zustande gekommen, die freundschaftliche Beziehungen zu Rüdesheim pflegen.

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