Rüdesheimer Klinik auf gutem Weg

Rheingau-Taunus. Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch und die Landtagsabgeordneten Peter Beuth und Petra Müller-Klepper haben angesichts der geplanten Schließung des Bad Schwalbacher Krankenhauses den Träger Helios mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass er mit der Privatisierung den Versorgungsauftrag für die Region übernommen hat. „Helios ist gefordert, die stationäre Versorgung sicherzustellen und Szenarien aufzuzeigen, wie dies gewährleistet und der Standort inklusive der ambulanten Angebote erhalten werden kann“, erklärten die CDU-Politiker.

Insbesondere der Kreis stehe hier in der Verantwortung. Denn er habe den Sicherstellungsauftrag und müsse dieser Aufgabe in Zusammenarbeit mit Helios Rechnung tragen. Helios solle die Patienten- und Behandlungszahlen offenlegen und auch seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht werden.

Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper sieht das St. Josefs Hospital Rheingau in Rüdesheim auf einem guten Weg und warnt deshalb vor einer unberechtigten Panikmache. „Die Entwicklung der Klinik ist positiv. Zwischen 2016 und 2017 ist die Patientenzahl um 300 gestiegen. Es konnte viel Vertrauen zurückgewonnen werden, was sich in einer zunehmenden Akzeptanz in der Region niederschlägt. Was der Träger, der St. Josefs Hospital Verbund, in zwei Jahren auf den Weg gebracht hat, ist beachtlich. Durch eine enge Vernetzung mit den niedergelassenen Ärzten und eine Schwerpunktsetzung auf die Notfall- und Grundversorgung ist ihm eine Trendwende gelungen. Er hat zudem das klare Bekenntnis abgelegt, dass er die Klinik nicht schließen, sondern sanieren und in die schwarzen Zahlen führen will“, erklärte die Abgeordnete.

Der Träger habe ein zukunftsweisendes Konzept erarbeitet, um im Verbund die dezentrale Versorgung in Rüdesheim zu erhalten. Die Umsetzung zeige deutliche Erfolge. Die positive Entwicklung dürfe nicht konterkariert werden, indem das Szenario einer Existenzgefährdung an die Wand gemalt werde, für das es keinen Anlass gebe. Die Klinik werde in der Region gebraucht. Ihre Existenzsicherung müsse weiter vorangebracht werden. Minister Grüttner habe bei seinem Besuch im Oktober zugesagt, neue förderungsfähige Strukturen, wie für alle anderen Kliniken auch, zu unterstützen, konkret im Falle Rüdesheims Projekte der Klinik im Rahmen der E-Health-Initiative. Auch der Kreis sei gefordert und müsse die Etablierung eines runden Tisches, der zugesagt worden sei, jetzt endlich vorantreiben.

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