Rüdesheim-Assmannshausen. Die Landesregierung beabsichtigt, sich an der Sanierung der Schlimbach-Orgel in der katholischen Heilig Kreuz Kirche Assmannshausen finanziell zu beteiligen. Diese positive Nachricht hat die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, erhalten. Die CDU-Politikerin hatte sich bei ihm dafür eingesetzt, dass das Land Schützenhilfe bei der Restaurierung des historischen Instruments leistet.

„Es ist eine Unterstützung aus einem gemeinsamen Förderprogramm des Landes Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen vorgesehen, das vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen verwaltet wird. Für 2019 ist eine Fördersumme von 20.000 Euro eingeplant. Damit wird die Bedeutung der Orgel gewürdigt, die als einzige noch bespielbare ‚Schlimbach-Orgel‘ in Hessen ein Alleinstellungsmerkmal hat und ein wahrer Schatz ist“, teilte Petra Müller-Klepper mit. Die abschließende Entscheidung über die Förderung werde voraussichtlich im Frühjahr erfolgen.
Die Abgeordnete hatte dem Ortsausschuss des Kirchorts Assmannshausen bereits Anfang des Jahres den Kontakt zum Orgelexperten des Landesamts für Denkmalpflege vermittelt, der eine Begutachtung der Orgel vornahm und somit die Grundlage für eine Förderung durch das Land geschaffen hat. Im Sommer hatte sie sich bei einem Kirchenbesuch ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. „Die Orgel, die 1883 von Orgelbaumeister Martin Joseph Schlimbach gebaut wurde, ist ein seltenes und wertvolles Zeugnis großartiger Handwerkskunst. Sie hat wegen des großen Anteils an Originalsubstanz einen hohen denkmalpflegerischen Wert und ist entsprechend als Kulturdenkmal verzeichnet“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Durch die fachgerechte Sanierung werde die Orgel wieder nutzbar gemacht und dauerhaft erhalten. Die Kosten der Maßnahme, in deren Rahmen auch die Empore wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt wird, sind mit 160.000 Euro veranschlagt sind. Das Vorhaben sei mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen abgestimmt.

Die CDU-Politikerin dankte dem Ortsausschuss, dass er 2017 entschieden habe, das große Projekt anzugehen und zu schultern. „Seitdem wird mit vielfältigen Initiativen und Aktionen um Fördermittel und Spenden geworben. Mit Kreativität und Herzblut setzen sich hier engagierte Bürgerinnen und Bürger vorbildlich und erfolgreich für ihren Kirchort und damit ihre Heimat ein.“

Nach der Restaurierung werde die Orgel den Gottesdiensten einen besonderen Charakter verleihen und darüber hinaus auch einen neuen Konzertort im Welterbe Oberes Mittelrheintal eröffnen. Neben dem Land würdige auch der Bund dieses Engagement, indem er 67.900 Euro aus seinem Denkmalschutz-Sonderprogramm zur Verfügung stelle.

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