Geisenheim. Die Landesregierung fördert die Durchführung kooperativer Promotionsverfahren, bei denen die Hochschule Geisenheim University mit der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen zusammenarbeitet. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper von Angela Dorn, der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, erfahren hat, erhält die Rheingauer Hochschule hierfür Mittel in Höhe von 84.928 Euro aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget 2019.

„Mit dem Geld wird eine Plattform für kooperative Promotionen im Bereich der Pflanzenbauwissenschaften, der Biologie, Chemie, Ernährungsphysiologie und Ökonomie landwirtschaftlicher Sonderkulturen und deren Verarbeitungsprodukte unterstützt“, erläuterte die CDU-Politikerin. Koordiniert über die Promotionsplattform Geisenheim – Gießen – Marburg entstünden gemeinsame Promotionsprojekte zur Erlangung des Doktortitels.

Aufgaben und Ziele seien die Rationalisierung des Antragsverfahrens und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, auch durch überfachliche Weiterbildungsangebote, die das Curriculum der Graduiertenschule an der Hochschule Geisenheim verfeinern, und vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung. Das Promotionsprojekt und die Erstbetreuung seien jeweils in Geisenheim angesiedelt. Die weitere Betreuungsperson sei Mitglied des universitären Fachbereichs in Gießen oder Marburg, in dessen Zuständigkeit das Thema der Promotion eingeordnet werden könne.

Mit der Gründung der „Hochschule Neuen Typs“ am 1. Januar 2013 habe die Hochschule Geisenheim das Promotionsrecht erhalten. „Der 19. Februar 2016 war ein historischer Tag: Die ersten drei an der Hochschule Geisenheim gekürten Doktoren erhielten bei der akademischen Abschlussfeier ihre Promotionsurkunden“, so Petra Müller-Klepper. Bei den Promotionsverfahren sei die Beteiligung einer promotionsberechtigten Partnerhochschule vorgeschrieben. Solche Kooperationen würden durch hochschulübergreifende Plattformen wie die vom Land geförderte unterstützt. Die Hochschule Geisenheim University setze mit dem Projekt, das sie gemeinsam mit der Marburger und Gießener Universität durchführt, eine Zielsetzung des Hochschulpakts 2016 bis 2020 um. Eine Weiterförderung des Projekts bis 2020 sei vom Ministerium in Aussicht gestellt.

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