Schlangenbad-Wambach. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hält eine Fahrbahnsanierung in der Ortsdurchfahrt im Zuge der B 260 in Wambach für erforderlich. Dies hat Minister Tarek Al-Wazir der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper mitgeteilt. Sie hatte ihn in einem Schreiben auf den schlechten Straßenzustand hingewiesen, eine Überprüfung und Beseitigung der Mängel gefordert. „Spurrillen, Querrillen und Rissbildungen verstärken das Fahrgeräusch und führen zu einer zusätzlichen Belastung der Anwohner, die durch den hohen Durchgangverkehr ohnehin massiv gebeutelt sind“, so die CDU-Politikerin.

Die Forderung ist beim Minister auf offene Ohren gestoßen. „Hessen Mobil hat den Zustand der Fahrbahn aufgrund der von Ihnen beschriebenen Defizite aktuell nochmals überprüft. Das Ergebnis bestätigt die von Ihnen dargestellte Situation. Aus diesem Grund freue ich mich Ihnen mitteilen zu können, dass Hessen Mobil eine Sanierung der Fahrbahn in das Erhaltungsprogramm an Bundesstraßen aufgenommen hat“, teilt Al-Wazir der Abgeordneten mit. Mit der Sanierung solle gewährleistet werden, dass die Beeinträchtigungen der Bevölkerung durch den schlechten Straßenzustand beseitigt würden.

Die Durchführung der Sanierung gestalte sich sehr komplex. So müssten aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite die Arbeiten unter Vollsperrung vorgenommen werden und geeignete Umleitungsstrecken während der Bauzeit zur Verfügung stehen, ohne dass es andernorts zu unzumutbaren Beeinträchtigungen komme. Auch sei vorab zu klären, ob die Gemeinde Schlangenbad im Zusammenhang mit einer Straßensanierung kommunale Leitungsverlegungen durchführen möchte, die entsprechend abzustimmen wären.

Hessen Mobil werde die Abläufe mit der Gemeinde, den Versorgungs- und Verkehrsunternehmen sowie den zuständigen Verkehrsbehörden abstimmen. „Auch wenn sich die unterschiedlichen Belange dabei zügig zu einem Gesamtkonzept für die Durchführung des Bauvorhabens verbinden lassen, kann die Sanierung der Ortsdurchfahrt nicht vor 2019 erfolgen“, konkretisiert der Minister die Zeitschiene für das Vorhaben.

Auch wenn die Ortsumgehung Wambach zu den Projekten des Bundesverkehrswegeplanes gehöre, die mit hoher Dringlichkeit bearbeitet würden, ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt nach Ansicht von Petra Müller-Klepper geboten. „Bis das Projekt umgesetzt und die belastende Situation der Vergangenheit angehören wird, braucht es aufgrund der Verfahrensabläufe noch einige Zeit.“ Diese Bewertung wird vom Minister geteilt. In Anbetracht des baulichen Umfangs des Vorhabens sei noch von einem mittelfristigen Zeitraum bis zu einer Inbetriebnahme der Ortsumgehung einschließlich des geplanten Tunnels auszugehen.

„Derzeit gehe ich davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss bis Ende Juni 2019 erarbeitet werden kann, so dass Hessen Mobil – vorausgesetzt es treten keine weiteren Verzögerungen durch gerichtliche Verfahren auf – anschließend mit der Ausführungsplanung und Bauvorbereitung beginnen kann“, konkretisiert Tarek Al-Wazir in seinem Antwortschreiben. Der Bau der Ortsumgehung gehöre zweifellos zu den straßenbaulichen Vorhaben in der Region, die maßgeblich zu einer Verbesserung der Wohn- und Umfeldsituation führen werden. Bis zur Verkehrsfreigabe sei die heutige Ortsdurchfahrt sachgerecht zu erhalten und ein verkehrssicherer Zustand der Fahrbahn und der Bauwerke zu gewährleisten.

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