Geisenheim. Die Hochschule Geisenheim University war mit ihren Bewerbungen bei der Ausschreibungsrunde 2019/2020 des Studienstrukturprogramms erfolgreich, mit dem das Land die hessischen Hochschulen bei der qualitativen Weiterentwicklung von Studium und Lehre unterstützt. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, ist die Rheingauer Einrichtung mit zwei Projekten in das Programm aufgenommen worden.

„Das erste Projekt hat die Etablierung von postgradualen, also weiterführenden Studiengängen in Geisenheim zum Ziel. Dieses Vorhaben ist ein weiterer zukunftsweisender Schritt zum Ausbau des Hochschulstandorts“, erklärte die CDU-Politikerin. Der Bedarf an wissenschaftlicher Weiterbildung nehme in Weinbau, Weinwirtschaft, Gartenbau und Landschaftsarchitektur stetig zu. Die Hochschule Geisenheim trage dem Rechnung, indem sie den Aufbau verschiedener postgradualer Studiengänge plane.

Zielgruppe seien Absolventen, die sich für die Betriebsleitung, den höheren Dienst oder wissenschaftlich in den Bereich Weinbau/Weinwirtschaft, Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Getränketechnologie oder Logistik und Management Frischprodukte weiterbilden wollen. Hierfür soll eine Studiengangsstruktur aufgebaut werden. Für die konzeptionellen und strukturellen Vorarbeiten habe Wissenschaftsministerin Angela Dorn eine Zuwendung von 72.400 Euro für 2019 bewilligt. Der gleiche Betrag sei für das Jahr 2020 in Aussicht gestellt worden.

Das zweite Projekt – die „Erprobung, Einführung und Weiterentwicklung der Dialogischen Evaluation“ – wird vom Land in diesem Jahr mit 64.910 Euro gefördert. Für das zweite Projektjahr hat das Ministerium eine Unterstützung von 65.010 Euro in Aussicht gestellt. „Es soll ein neues Verfahren zur Bewertung von Veranstaltungen getestet werden, das den besonderen Rahmenbedingungen kleinstrukturierter Hochschulen wie der in Geisenheim gerecht wird. Ziel ist eine Verbesserung der Studienqualität“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Bisher seien Standardinstrumente wie quantitative, schriftliche Befragungen von Studierenden und Dozenten genutzt worden. Die Gutachter hätten bei Reakkreditierungsverfahren von Studiengängen die Anwendung angepasster Werkzeuge zur Erhebung von Rückmeldungen gefordert, damit auch bei kleineren Studierendengruppen die Möglichkeit bestehe, auf Probleme hinweisen zu können und die Lehre wirkungsvoll zu verbessern. Dies setze die Hochschule Geisenheim nun um, indem sie neue dialogbasierte Evaluationsformate konzipiere und einführe, die die bisherigen Instrumente ergänzen.

„Die beiden Projekte, die das Angebot und die Qualität am Standort Geisenheim stärken, spiegeln das große Engagement der Hochschule wider“, so die Abgeordnete. Das Studienstrukturprogramm des Landes, das mit vier Millionen Euro in diesem Jahr ausgestattet sei, gebe wichtige Hilfestellung. Gefördert würden daraus landesweit insbesondere Projekte, die Lehr- und Lernformen weiterentwickeln und die strukturellen Rahmenbedingungen in den Hochschulen verbessern.

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