Eltville und Oestrich-Winkel im Landesprogramm

Rheingau-Taunus. Das neue Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration "Drop In(klusive)", in dessen Rahmen 99 Willkommensorte für Familien in Hessen eingerichtet worden sind, wird im Rheingau-Taunus erfolgreich umgesetzt. "Unsere Region ist mit zwei Standorten dabei. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Oestrich-Winkel und im MÜZE Mütterzentrum und Mehrgenerationenhaus Eltville ist jeweils eine solche Anlaufstelle für zugezogene Familien mit Kindern bis drei Jahre eingerichtet worden. Die Angebote, die im Oktober vergangenen Jahres gestartet sind, werden sehr gut angenommen und nachgefragt", teilt die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit.

Das "Drop In" passe jeweils zum Gesamtkonzept der MGHs in Eltville und Oestrich-Winkel und ergänze deren Programm. Sie seien als etablierte, leicht zugängliche Treffpunkte für Familien ideale Träger für die Willkommensorte, was sich in einer erfreulichen Zwischenbilanz niederschlage. "Die Teilnehmerzahl hat seit dem Start konstant zugenommen. Der Zulauf bei den wöchentlichen Treffen ist sehr groß - bis zu 20 bis 30 Elternteile mit ihren Kindern", so die Abgeordnete. Sie dankte allen Engagierten in den beiden Einrichtungen sowie den Städten Eltville und Oestrich-Winkel für die Bereitschaft, das Landesprogramm im Rheingau-Taunus umzusetzen.

Wie die CDU-Politikerin auf ihre Nachfrage aus dem Ministerium erfahren hat, können beide "Drop Ins" im Rheingau aufgrund der guten Resonanz mit einer insgesamt zweijährigen Förderdauer rechnen. Im ersten Jahr ist ein Personal- und Sachkostenzuschuss von maximal 5.000 Euro, im Folgejahr von 2.500 Euro möglich. Neben der Förderung erfolge Unterstützung durch die Karl Kübel Stiftung, die den Ansatz der Willkommensorte entwickelt und erprobt habe.

"Für neu ankommende Familien ist es wichtig, schnell Kontakt zu anderen Eltern und Kindern finden. Der offene, leicht zugängliche Treffpunkt in den beiden Mehrgenerationenhäusern hilft, Anschluss sowie Zugang zu den vielfältigen Angeboten an Bildung und Erziehung zu finden", erläuterte Petra Müller-Klepper. "Gerade Familien aus Kulturkreisen, denen deutsche Strukturen fremd sind, können im Austausch mit anderen Eltern wichtige Fragen klären, Informationen und Orientierung erhalten."

Veränderte Familienkonstellationen, Mobilität durch Arbeitsplatzwechsel, Migration und anderes mehr führten dazu, dass Familien mit kleinen Kindern vielfach in einem neuen Lebensumfeld auf sich gestellt seien. Der Aufbau von neuen sozialen Kontakten falle besonders neu zugezogenen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen schwer. Das "Drop In" sei eine Hilfestellung, damit vielen Familien das Ankommen besser gelinge.

Drop In in Eltville: jeden Montag, 10-12 Uhr, MGH 2, Walluferstr. 10.
Drop In in Oestrich-Winkel: jeden Dienstag, 9-11 Uhr, MGH, Hauptstr. 45

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