Rüdesheim. Hessen Mobil wird eine aktuelle Verkehrsuntersuchung und –zählung am Europadreieck in Rüdesheim vornehmen und auf dieser Basis entscheiden, ob dort ein Kreisel eingerichtet wird. Dies hat Alexander Pilz, der Regionale Bevollmächtigte für Rhein-Main, der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper mitgeteilt.

Die CDU-Politikerin hatte Hessen Mobil auf den dringenden Handlungsbedarf hingewiesen und sich für eine Kreisel-Lösung eingesetzt. „Ein Kreisverkehrsplatz könnte die schwierige Situation an diesem Knotenpunkt entschärfen, wo der Verkehr aus fünf Richtungen zusammentrifft: aus der Rüdesheimer Innenstadt, aus Geisenheim auf der B 42 und auf der alten B 42, aus Rüdesheim-Ost und aus dem Gewerbegebiet Auf der Lach. Der Verkehrsfluss würde übersichtlicher geordnet, verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht“, begründet sie die Forderung.

Die Antwort, die sie von Hessen Mobil erhalten hat, stimmt Petra Müller-Klepper zuversichtlich. Sie freut sich, “dass Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist und nun auch eine Chance auf eine positive Entscheidung besteht.“ In den vergangenen Jahren sei der Kreisel-Vorschlag zwar parteiübergreifend von der Kommunalpolitik, nicht aber von der Straßenverkehrsbehörde favorisiert worden. „Ein Kreisverkehrsplatz wird aus heutiger Sicht grundsätzlich als denkbar eingestuft“, fasst Alexander Pilz die gegenwärtige Einschätzung bei Hessen Mobil zusammen. Die Verkehrsuntersuchung müsse dies bestätigen.

Die von der Stadt durchgeführte Querschnittszählung, die Hessen Mobil übermittelt worden war, reicht nach den Worten des Bevollmächtigten nicht für die Entscheidungsfindung aus. Sie decke nicht alle Fragestellungen ab. Hessen Mobil werde daher – voraussichtlich im Frühsommer dieses Jahres – eine Untersuchung durchführen, die auch die Nachbarknoten betrachte. Mit ersten Ergebnissen sei Ende des Jahres oder Anfang 2021 zu rechnen. „Auf der Grundlage der Zählung und der darauf aufsetzenden Verkehrsprognose kann die Knotenpunktsform bewertet werden“, so Pilz. Im nächsten Schritt wäre ein Planungsauftrag zu generieren, damit ein Projekt im Planungsprogramm etabliert werden könne.

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