Geisenheim. Die Hochschule Geisenheim University erhält für die Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger Mittel aus dem Hochschulpakt 2020. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper von Wissenschaftsministerin Angela Dorn erfahren hat, werden ihr zielgerichtet für den Ausbau der Ausbildungskapazitäten 3.269.406 Euro im Haushaltsjahr 2020 zugewiesen.

„Damit erhält die Geisenheimer Einrichtung 100.000 Euro mehr, als in der Zielvereinbarung 2016-2020 zur Umsetzung des Hochschulpakts festgelegt wurde. Es handelt sich um eine Prämie, mit der das Land honoriert, dass die Zielzahlen bei der Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger übertroffen werden“, teilte die Abgeordnete mit. Auch in den beiden Vorjahren sei dieser Bonus aufgrund der Übererfüllung gezahlt worden.

„Die Hochschule Geisenheim steigert seit ihrer Gründung kontinuierlich die Zahl der Studierenden und Studiengänge. Dies ist eine großartige Leistung. Nach der Existenzsicherung erfolgt der umfassende Standortausbau mit erheblicher finanzieller Unterstützung“, erklärte Petra Müller-Klepper. „Was vor gut sieben Jahren mutig auf den Weg gebracht wurde, wird insbesondere dank des großen Engagements der Verantwortlichen vor Ort, aber auch der Flankierung durch die Landesregierung zu einer Erfolgsgeschichte.“

Die Zahl der Studienanfänger (im 1. Hochschulsemester im Anfängerjahr Sommer- und Wintersemester) sei zwischen 2015 und 2019 von 318 auf 371 gestiegen. Wenn man die für 2019 vereinbarte Zielgröße von 358 als Vergleich heranziehe, werde die Übererfüllung exemplarisch deutlich. Im selben Zeitraum habe sich an der Hochschule Geisenheim die Gesamtzahl der Studierenden von 1.394 auf 1.763 erhöht.

Im laufenden Jahr 2020 sollen 142 zusätzliche Studienanfänger aufgenommen werden. „Die Mittel von knapp 3,27 Millionen Euro sind vorrangig zur personellen Betreuung der Studierenden zu verwenden“, erläuterte die CDU-Politikerin. Hochschule und Land hätten vereinbart, dass über die Laufzeit des Hochschulpakts – von 2016 bis 2020 – kumuliert 700 zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen seien. Zur Finanzierung dieser Aufnahmezahlen stelle das Land insgesamt zusätzlich über 16 Millionen Euro bereit, um die Qualität zu sichern, die Betreuungsrelation insgesamt zu verbessern und die Abbruchquoten zu minimieren.

« Landesentwicklungsplan: Offenlage wegen Corona verlängert - Bürger und Kommunen können sich beteiligen Der neue Wahlkreisbrief ist da »