Rüdesheim-Eibingen. Die Schwestern der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard Eibingen erhalten Unterstützung im Doppelpack aus der Landespolitik bei ihrem geplanten großen Projekt: der Erweiterung des Parkraums östlich des Klosters durch einen neuen Parkplatz, dessen Bau demnächst beginnen soll. Die Rheingauer Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper informierte sich vor Ort im Gespräch mit Äbtissin Dorothea Flandera und Schwester Phlippa Rath über das Vorhaben und übernahm als Zeichen der Verbundenheit eine Baumpatenschaft.

„Durch meinen persönlichen finanziellen Beitrag als Baumpatin ergänze ich die Förderung durch das Land Hessen. Es hat zugesagt, einen namhaften Betrag aus dem Etat für das Welterbe Oberes Mittelrheintal zur Verfügung zu stellen“, erklärte die CDU-Politikerin. Die Landesunterstützung, die rund die Hälfte der Kosten decke, sei ein entscheidender Beitrag, dass das Projekt möglich werde. „Die Abtei ist ein prägendes Element unserer Rheingauer Kulturlandschaft. Die Gelder zum Erhalt des Weltkulturerbes sind hier bestens investiert“, begrüßte Petra Müller-Klepper die positive Entscheidung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Es werde nicht nur ein Parkplatz entstehen, sondern zugleich ein „hildegardischer Baum- und Pflanzen-Garten“. Die Anlage werde gestalterisch das Gleichmaß des Klostergebäudes aufnehmen und sich durch Bepflanzung in die Landschaft einfügen. Sie sei dringend erforderlich und werde die Rahmenbedingungen für den Besuch der Abtei verbessern. Petra Müller-Klepper dankte für die Offenheit und Gastfreundschaft des Konvents. „Hier ist ein ganz besonderer geistlicher und spiritueller Ort, wo viele Menschen die Möglichkeit zu Ruhe, Besinnung, Erbauung und Hoffnung im und durch den Glauben finden – eine ‚Herberge für die Seele‘.“

Wie die Abgeordnete aus dem Wirtschaftsministerium erfahren hat, wurden in diesem Jahr Welterbemittel für zwei weitere Projekte zur Verfügung gestellt: die Illumination in Lorch im Rahmen des „Rheinleuchten“, das über Ostern stattgefunden hat, und den Wettbewerb Bau- und Gartenkultur, dessen Dokumentation in Form einer Broschüre ebenfalls noch mitfinanziert werden soll. Insgesamt seien bisher 230.000 Euro bewilligt worden.

Es sei erfreulich, dass die Förderchance in diesem Jahr genutzt werde, nachdem 2018 keine Anträge gestellt worden seien. Das Land Hessen fördere die Kulturlandschaften Regionalpark Rhein-Main und das Welterbe Oberes Mittelrheintal im Rahmen seiner Regionalmanagementaktivitäten. Der Etat für 2019 belaufe sich insgesamt auf 520.000 Euro. Eine prozentuale Aufteilung der Mittel auf die beiden Kulturlandschaften sei nicht vorgegeben. Aus dem Topf werde auch die Verbandsumlage für den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal in Höhe von 20.000 Euro finanziert.

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